Pfadfinderbund Weltenbummler e.V. 18. Mai 2008
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Name: Hofmann Fabian
Vorname: Fabian
Fahrtenname: ---
Jahrgang: 1978
Wohnort: Bayreuth und Gießen
Stamm: Grafen von Andechs, Bayreuth

Seit wann bist Du bei den Pfadfindern?
Seit 1987 bin ich bei den Pfadfindern. Damals war mein Stamm noch in der Pfadfinderschaft Grenzland, einem kleinen Bund stark scoutistischer Prägung. Durch den Übertritt des Stammes zum Pfadfinderbund Weltenbummler habe ich daher sehr verschiedene Arten von Pfadfinderarbeit kennengelernt und den Wandel mitgestalten können.

Ein paar Worte zu Deinem pfadfinderischen Werdegang:
Nach und nach habe ich die klassische pfadfinderische Karriere gemacht: als Wölfling eingetreten, kurze Zeit in der Sippe, dann Meutenhelfer, Meutenführer und Meutenstufenführer. 1995 gründete ich den Stamm Markgrafen von Brandenburg in Bayreuth. Später war ich stellvertretender Horstführer des Horstes Grafen von Andechs und ein Jahr lang kommissarischer Horstführer.
Während dieser Zeit hatte ich viel Freude daran, kreative Lager und Aktionen für unsere Gruppen zu organisieren und erfand zusammen mit meinen Führern viele Spielideen. Außerdem habe ich stets versucht, anderen als Berater zur Seite zu stehen.
Mein besonderes Interesse galt neben den Gruppen aber auch der Öffentlichkeitsarbeit. Viele Plakate, Handzettel, Zeitungsberichte und ganze Zeitschriften entstanden in dieser Zeit. 2001 gestaltete ich den neuen Imageprospekt des Pfadfinderbundes Weltenbummler; mein neuestes Projekt ist unsere Führer- und Mitarbeiterzeitschrift Wegzeichen.
Über die Pfadfinder bin ich in verschiedene Gremien gekommen, in denen ich zum Teil bis heute aktiv bin, beispielsweise im Kreisjugendring und im Stadtjugendring Bayreuth (Kassenprüfer im Stadtjugendring Bayreuth seit 1999), im Zeltlagerring Oberfranken und in unserem Freundeskreis (Schriftführer). In all den Gremien konnte ich viel über die "Politik" in der Jugendarbeit lernen und auch einiges im Sinne der Jugend auf den Weg bringen.
Auf Bundesebene habe ich den Pfadfinderbund Weltenbummler schon oft beraten, habe mich eingemischt und engagiert. 2001 war ich Bundeskassenprüfer, und seit 2002 bin ich nun Beisitzer in der Bundesführung. In diesem Amt versuche ich weiterhin, durch umfassendes und nachhaltiges Denken den Bund weiterzuentwickeln und durch freudiges Engagement weiterzubringen.

Wie bist Du zu den Pfadfindern gekommen und warum bist Du bei den Pfadfindern?
Der Friseur meines Vaters hat uns auf ein Werbelager der Pfadfinder aufmerksam gemacht. Dieses Lager wurde veranstaltet, um Kinder einfach 'mal hereinschnuppern zu lassen. Mich und meinen Bruder hat das Lager begeistert, und so wurden wir Mitglied. Mir hat es immer gefallen, wie vielseitig die Pfadfinderei ist: hier kann man Fußball spielen, singen, basteln, wandern… und auf einfache Weise in der Natur leben. Das kriegt man sonst nirgends. Später fand ich es besonders interessant, dass ich mich bei den Pfadfindern "ausprobieren" konnte: als Zeitungsredakteur, als Manager, als Gruppenführer. Das hat mir viele nützliche Erfahrungen gebracht.
Heute möchte ich all das, was ich erlebt habe, gerne den nächsten Generationen ermöglichen. Ich möchte weitere Herausforderungen für mich finden und den Jüngeren die Möglichkeit geben, selbst an ihren Herausforderungen zu wachsen. Und natürlich reizen mich die Fahrten hinaus in die Natur und die herzliche Gemeinschaft am Lagerfeuer noch immer.

Dein bisher schönstes Erlebnis bei den Pfadfindern?
Am stärksten ist bei mir die Erinnerung an einen kurzen Moment in einem ganz normalen Haijk hängen geblieben. Wir waren damals in den französischen Alpen bei Annecy unterwegs - natürlich war es wahnsinnig anstrengend, wir hatten erst Regen und dann Hitze, und wir quälten uns auf 2000 Höhenmeter hinauf. Solche Touren hat jeder Pfadfinder schon einmal erlebt. Man breitet abends seinen Schlafsack in einem leerstehenden Unterstand aus und atmet durch. Das war das Schönste daran: mit zwei Kameraden auf einer Wiese am Abhang sitzen, den frischen, unterwegs gekauften Almkäse und Brot auspacken und in die Ferne schauen. Unter uns lagen die graugrünen Berge und Hügel in der Abenddämmerung, dazwischen ein riesiger, tiefblauer See, und über ihm ging ganz langsam die Sonne unter.

Ein paar Worte zu Deinem beruflichen Werdegang:
Nach dem Abitur Ausbildung zum Schreiner. Dort habe ich das handwerkliche Vorgehen beim Arbeiten kennen gelernt, habe Materialien schätzen gelernt und den Umgang mit unterschiedlichsten Menschen geübt.
Inzwischen studiere ich in Gießen Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Psychologie. Ich habe gemerkt, dass künstlerische Tätigkeit uns allen einerseits viel (Selbst-)Erkenntnis, aber auch unzählige Möglichkeiten gibt (sich ausdrücken, sich ausleben, kommunzieren, ausprobieren…). Somit möchte ich einmal einen Beruf ergreifen, in dem ich auch anderen das Verstehen und Erleben von Kunst ermöglichen kann.

Dein Lieblingsgericht?
Saltimbocca, eine italienische Spezialität, bei der ein Stück Kalbsschnitzel mit Salbei und Parmaschinken belegt und gebraten wird. Mit einem zarten Weißwein ein Genuß!

Deine Interessen/Hobbies - falls neben den Pfadfindern Zeit ist?
Natürlich versuche ich, mich bei den Pfadfindern nach meinen Interessen einzubringen. Grafik und Layout gehören dazu.
Allerdings spielt die Kunst eine große Rolle für mich: Kunst ansehen (an den Wänden einer Grundschule, in einem Museums, auf einer Werbetafel…), über Kunst lesen und reden, selbst malen und zeichnen (derzeit Portraits in Acryl/Tempera kombiniert mit Text und Zeichnungen in Kohle).
Sehr gerne gehe ich auch spazieren: einfach 'mal eine Stunde um den Block, einen Nachmittag lang in einer fremden Stadt oder immer nur der Nase nach durch die Landschaft.



 
Ich will......Abenteuer erleben.


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