Pfadfinderbund Weltenbummler e.V. 09. Mai 2008
    Pfadfinder am Wegesrand (Foto)      
 

Pfadfinder haben Gesetze?

Ja, aber unsere sind anders

Tatsächlich, wir Pfadfinder haben Gesetze. Aber unsere Gesetze sind anders: sie sind eine Selbstverpflichtung, die jeder Pfadfinder gern auf sich nimmt.
Die zehn Pfadfindergesetze beschreiben Eigenschaften, die jeder Pfadfinder anstrebt - Zuverlässigkeit zum Beispiel, Hilfsbereitschaft oder Naturschutz. Alle Pfadfinder der Welt sind sich einig, dass sie diese Eigenschaften wichtig finden und sich bemühen, sie Tag für Tag zu üben. Die Gesetze wurden bereits von Lord Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinder, formuliert und sind in unserem Bund nahezu wörtlich übernommen.

Die 10 Pfadfindergesetze:

  • Ein Pfadfinder ist zuverlässig
  • Ein Pfadfinder ist treu und gottesfürchtig
  • Ein Pfadfinder ist jederzeit hilfsbereit
  • Ein Pfadfinder ist Bruder aller Pfadfinder und Pfadfinderinnen der Welt und Freund aller Menschen
  • Ein Pfadfinder ist ritterlich
  • Ein Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere
  • Ein Pfadfinder gehorcht aus freiem Willen
  • Ein Pfadfinder ist immer frohen Mutes
  • Ein Pfadfinder ist einfach und sparsam
  • Ein Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Werken
Keines der Gesetze ist übrigens als "Last" formuliert: nirgends heißt es, "Du musst", nirgends werden Strafen angedroht. "Ein Pfadfinder ist..." heißt es - es ist einfach selbstverständlich, irgendwann so zu werden.

Pfadfinderversprechen

Tritt jemand der Gemeinschaft der Pfadfinder bei, so hat er erst einmal Zeit, sich die Gruppe und seine Mitglieder anzusehen, gemeinsam mit ihnen Lager und Gruppenstunden zu erleben und sich an die Gebräuche der Pfadfinder zu gewöhnen. Hat er sich dann eingelebt und ist er ein Teil der Gruppe geworden, dann legt er das Pfadfinderversprechen ab. In feierlichem Rahmen, meist abends und am Feuer, erklärt er vor allen, dass er zur Gemeinschaft der Pfadfinder gehören und die Pfadfindergesetze befolgen will.

Wörtlich heißt das Pfadfinderversprechen:

Ich verspreche bei meiner Ehre,
Gott und meinem Vaterland zu dienen,
die Pfadfindergesetze zu befolgen
und täglich eine gute Tat zu tun.

Die Formulierung darf dabei nicht falsch verstanden werden: es heißt nicht "gehorchen", sondern "dienen", im Sinne von dienlich oder nützlich sein. Ein Pfadfinder ist ein engagierter Bürger in der Gesellschaft, er setzt sich ein und tut Gutes. Und natürlich muss er nicht zählen, ob er jeden Tag genau eine gute Tat getan hat. Aber ein Pfadfinder bemüht sich, täglich anderen Menschen zu helfen, zu nützen oder ihnen eine Freude zu machen.

Wahlspruch

Der Wahlspruch der Pfadfinder lautet "Allzeit bereit". Sie üben sich darin, auf einfachen Wegen Probleme zu lösen, sie trainieren verschiedene Fertigkeiten, sie wollen mit jeder Situation zurechtkommen. Aber sie sind auch im Geiste bereit - nämlich bereit, zuzupacken dort, wo es nötig ist, wo Veränderungen anstehen. Und sie sind bereit zu helfen dort, wo sie gebraucht werden.



All diese Ansprüche müssen sein. Denn Pfadfinder sein bedeutet nicht nur, einen Mitgliedsausweis zu haben. Pfadfinder ist man mit ganzem Herzen, und Pfadfinder ist man den ganzen Tag. Und diese besondere innere Einstellung ist auch gar nicht mühselig oder unerreichbar. Viele Tausend Pfadfinder auf der ganzen Welt zeigen täglich, dass sie auf ihre Weise dazu beitragen wollen, dass Menschen friedlich, freundschaftlich und freudig leben.



 
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